Lektorat Susanne Hahn

16.03.2020

Bin ich froh, dass ich am 1.3.2020 beim Bayer-Kreuz-Lauf in Leverkusen so ein tolles Rennen hatte! Ich habe mich gefühlt wie in alten Zeiten, es "rollte", wie man so schön sagt. Mit der Zeit von 35:39 min habe ich an erste Stelle der Bestenliste im Landesverband Nordrhein gesetzt (https://www.detlev-ackermann.de/Bestenliste/Bestenliste.php?aid=Bestenliste). Und das, obwohl ganz schön Gegenwind herrschte. Den gibt es nun allerorts für viele. Laufveranstaltungen waren einmal ... Liebe Leserschaft: Ich wünsche Ihnen und euch beste Gesundheit, die Umsicht, sich so zu verhalten, dass der Virus sich nicht rasend schnell verbreitet, und trotz aller Einschränkungen und Beklemmung Lebensfreude! Die kennen wir alle! Wenn wir im Schatz unserer Erinnerungen kramen, entdecken wir aber noch viel mehr, was uns prägte, was uns wichtig war und ist – wenn wir nun zu Hause über Zeit verfügen: Warum sie nicht nutzen und etwas schreiben? Die eigenen  Erlebnisse niederzuschreiben und Lebensskizzen zu verfassen führt einem vor Augen, wer wir sind, wie reich an Erinnerungen wir doch sind – einen Versuch ist es wert, versuchen Sie es! Für Beratung, Korrektur und Lektorat stehe ich bereit, aber auch ohne Hilfe von außen (digital oder telefonisch) kann eine solche Biographiearbeit ein Gewinn sein! 


04.06.2019

Eine Frau holt sich den Gesamtsieg! Ja, da konnte ich nach knapp 21,2 Kilometer am Himmelfahrtstag (30.5.) in Sinzig-Westum jubeln! Ließ ich doch auch den ersten Mann hinter mir und hatte endlich mal wieder einen langen Lauf gemacht: Der letzte über 20 km lag Wochen zurück. (Aber ein Fahrtspiel über 16 km hatte ich den Samstag zuvor gemacht, und so meinte mein Mann und Trainer Frank, ich sei doch fit genug, den Halbmarathon zu laufen.

Am Vortag hatte der Familienrat den Ausflug nach Sinzig beschlossen und auch, dass die Mama über die Halbmarathondistanz starten solle. Denn dann würde sie – wenn sie denn gewönne – für ein halbes Jahr lang jede Woche eine Kiste Sinziger Mineralwasser gewinnen. Die Rechnung ging auf. Wieder etwas zur Grundversorgung der Familie beigesteuert.

Denn schon am 1. Mai hatte ich bei Lohner's Vulkan-Marathon 2019 in Mendig ein Brötchen-Abo gewonnen. Der Lauf dort ist wie der Westumer ein herrlicher Landschaftslauf, allerdings sehr profiliert. Ich bewundere jeden, der dort die Marathondistanz läuft. Mir persönlich reichen in diesem außerordentlich profilierten Gelände die 10 Kilometer, auf denen man eine Höhendifferenz von 196 m überwindet. Der Start liegt auf 262 m, dann läuft man erstmal nur bergab, ist bei Kilometer 1,3 bei 211 m am tiefsten Punkt angelangt, und dann geht es stetig hoch bis zum höchsten Punkt (407 m) bei Kilometer 5,5. Leider war es an diesem Tag diesig und somit die Aussicht nicht ganz so gut. 

Das Streckenprofil des Halbmarathons 29 Tage später ließ auch anstrengende Steigungen vermuten. Aber ich wurde angenehm überrascht. Nachdem die übrigen Starter der Familie großartig ihre Rennen gelaufen waren, gingen wir 79 Halbmarathonis auf die Strecke mit den ca. 220 Höhenmetern, die v. a. zwischen Kilometer 11 und 17 zu bewältigen sind. Es ging aber nicht nur steil bergauf, sondern auch über schöne Waldwege eben bis bergab. Nur zum Schluss konnte ich nicht glauben, dass es so lange und steil bergab ging.

Was die größte Herausforderung an diesem Tag war? Die kalte Dusche …


 12.04.2019

Zwei weitere Wettkämpfe habe im Frühjahr 2019 absolviert: Am 28. März bin ich beim Beuler Zehner gelaufen. (Beuel ist der rechtsrheinische Stadtbezirk von Bonn. Sprachgeschichtlich leitet sich der Name übrigens vom mittelhochdeutschen Wort für Hügel, Anhöhe ab; im heutigen oberdeutschen Sprachraum finden sich die Varianten Bü(c)hel, Bichl, Pichl, Bühl, Biel). Es ging zwei 5-Kilometer-Runden durch die Beuler Rheinaue mit einer Haarnadelkurve als Wendepunkt, weiteren Biegungen und kleineren Anstiegen. Die Uhr im Ziel wies zum Schluss die Zeit von 35:59 Minuten aus – dass ich in meinem Leben nochmals so schnell 10 Kilometer zurücklege, hätte ich nicht gedacht! Es war ein rundum gelungener Lauf ohne Pollen in der Luft, aber bei angenehmen Temperaturen, bevor diese zum Wochenende anstiegen.
Den Beueler Zehner nutzen viele Läufer der Region zu einem letzten Test vor dem Bonn-Marathon, zehn Tage später ansteht. Ich bin am 7. April aber nicht in der Bundesstadt gelaufen, sondern beim Citylauf in Korschenbroich. Dieser erlebte seine 31. Auflage in der Stadt am Niederrhein, die sich Korschenbrooch ausspricht, also mit Dehnungs-i in der Endsilbe -broich. Diese bezeichnet ein mit Bäumen und Sträuchern bewachsenes Sumpfland. Die hochdeutsche Form lautet Bruch, die niederdeutschen Brook.
Schon als Juniorin bin ich vor Jahren dort die 5 Kilometer gelaufen. Dieses (wie auch letztes Jahr) gewann ich die Masterswertung. Mit meinen 17:29 Minuten erreichte ich im international besetzten Feld von 25 Läuferinnen aus Belgien, Deutschland, England, den Niederlanden, Polen, Russland, der Ukraine und Weißrussland als zweite Deutsche den 10. Platz. In Korschenbroich geht es über eine kleine Runde von 1100 Meter und drei große Runden à 1300 Meter, die Strecke ist von Zuschauern dicht gesäumt. Es hat Spaß gemacht, wieder eine relativ kurze Strecke zu rennen, obgleich der Pollenflug meine Leistung etwas beeinträchtigt hat.


27.03.2019

Am 24.2. bin ich beim Eifelsteig-Crosslauf in Gerolstein-Büscheich gestartet, und zwar beim Jedermannlauf über 4000 Meter. Es ging über schmale und breite Wege, Anstiege hoch und zum Glück auch wieder runter! Zwei Runden waren zu laufen, was ich mag. Denn man kennt die Strecke und weiß, was einen beim wiederholten Mal erwartet. Zudem führte der Rundkurs am Sportplatz vorbei, so dass die Zuschauer das Rennen mitverfolgen konnten und die drei Hahn-Söhne nach ihren Läufen bei frühlingshaftem Wetter auf dem Sportplatz neben Teetrinken, Gänseblümchenpflücken und Fangenspielen eben auch der Mama zusehen konnten. Ich überquerte als erste Frau in 16:02 Minuten die Ziellinie mit mehr als einer Minute Abstand auf die Zweitplatzierte. Das Rennen war anstrengend, hat aber Spaß gemacht!


Das Teetrinken und Gänseblümchenpflücken führt mich zum Thema 

Getrennt- und Zusammenschreibung von Verbindungen aus Substantiv und Verb

Eine Verbindung wie Fangenspielen ist da schon geläufiger, wie auch das Radfahren und Skifahren. Diese Ausdrücke sind in den vorliegenden Fällen substantiviert und werden deshalb groß- und zusammengeschrieben. Wenn ich aber lieber statt 4000 Meter Cross zu laufen lieber Rad gefahren wäre oder noch lieber Eis essen gegangen wäre, sähe das anders aus. 

Denn die Regel besagt, dass Verbindungen aus Substantiv und Verb in der Regel getrenntgeschrieben werden. In den meisten Fällen liegt nämlich einfach eine Wortgruppe vor, in der das Substantiv seine eigenständige Bedeutung behält. Daher wird es großgeschrieben.

 Rad fahren, Schlittschuh laufen, Handstand machen

Wenn aber der erste Bestandteil die Eigenschaft eines selbständigen Substantivs verloren hat, wird er als Bestandteil des Verbs betrachtet und klein- bzw. zusammengeschrieben:

 Ich nahm am Eifelsteig-Crosslauf teil, der bei frühlingshaftem Wetter stattfand.

Diese Verben werden in einer Gruppe zusammengefasst, die mit zwei sportlichen Bewegungsabläufen beginnt:

  
eislaufen (keine Wortgruppe im Gegensatz zu Schlittschuh laufen), kopfstehen (im Sinne von völlig überrascht, verwirrt, durcheinander, bestürzt sein; wenn man wirklich nicht auf beiden Füßen, sondern auf dem Kopf steht, wird nicht zusammengeschrieben), leidtun, nottun, standhalten, stattfinden, stattgeben, statthaben, teilhaben, teilnehmen, wundernehmen

Des Weiteren gibt es untrennbare Zusammensetzungen wie brandmarken, handhaben, lobpreisen, maßregeln, nachtwandeln, schlafwandeln, schlussfolgern. Sie werden immer zusammengeschrieben:

 Lobpreiset das Crosslaufen!

Zudem gibt es Verbindungen, die man als Zusammensetzung oder Wortgruppe einstufen kann. Diese können im Infinitiv zusammen- oder getrenntgeschrieben werden:  

 Aus der Kategorie Sport: brustschwimmen / Brust schwimmen (aber: er schwimmt Brust), delfinschwimmen / Delfin schwimmen (aber: sie schwimmt Delfin), marathonlaufen / Marathon laufen (aber: ich bin Marathon gelaufen)

 Weiterhin: danksagen / Dank sagen (aber: er sagt Dank), gewährleisten / Gewähr leisten (aber: sie leistet Gewähr, voller Schutz wird gewährleistet.

In den folgenden Fällen ist sowohl Zusammen- als auch Getrenntschreibung möglich, wenn keine Ergänzung oder eine nähere Bestimmung erfolgt: achtgeben, achthaben / Acht geben, Acht haben, haltmachen  /Halt machen, maßhalten / Maß halten

 Beim Crosslaufen muss man schon allergrößte Acht geben, dass man nicht umknickt!

 Auch beim Verfassen von Texten muss man sehr achtgeben, dass man nicht über sprachliche Hürden stolpert!

 

Das Jahr 2018 habe ich sportlich mit dem Silvesterlauf in Bad Harzburg abgeschlossen, und das war anstrengend! Im sehr profilierten Gelände habe ich für die 10km 43:03 min gebraucht, habe damit aber  mit über zehn Minuten Vorsprung die Frauenkonkurrenz gewinnen können.

Im Jahr 2019 habe ich noch keinen Wettkampf bestritten, plane aber für dieses Jahr zwei Serien. Zum einen will ich beim erstmals seit 2006 wieder ausgetragenen Bonn-Cup starten und dann im Sommer den Bornholm-Lauf in Angriff nehmen: 42,195 km in fünf Tagen.

Korrektorat und Lektorat Susanne Hahn | Lektorat-Hahn@t-online.de